Wintereinbruch in Italien

Spiele: Novara Calcio – US Cremonese, ASD Spezia Calcio – Foggia Calcio, SSC Venezia – Pro Vercelli, Calcio Padova – AC Reggiana 1919, ASD Calcio Romanese – Calcio Lecco

Die kleine Tour liegt mittlerweile mehr als ein Jahr zurück, daher nur ein kurzer Rückblick.
Italien geht an einem spielfreien WE immer. So dachten gleich vier weitere Kumpels, anstatt sich nun aber irgendwie auf ein gemeinsames Ziel zu einigen, kamen am Ende drei verschiedene Routen zustande. Überschneidungen gab es nur mit einer Person bei einem Spiel. Unfassbar, aber durch Geiz, Arbeit, Kind oder sonst was für ein Hafer gab es bei allen wenig Spielraum. Zu zweit buchten wir für einen schmalen Taler die Flüge Berlin – Bergamo und zurück. Mietauto gab es ebenfalls zum Schleuderpreis und Hotels blieben ebenfalls im Rahmen. Es passte einfach alles, wie die sprichwörtliche Faust auf´s Auge und es sollte immer noch besser werden. Durch den Feiertag „Mariä Empfängnis“  in Italien warteten in zweieinhalb Tagen gleich fünf Spiele auf uns und das ohne ganz finsteren Mist. Also hinein in den Flieger und ab nach Italien.

Novara Calcio – US Cremonese
08.12., Serie B, Stadio Silvio Piola

Fix das Mietauto übernommen, befanden wir uns mit einem schönen Zeitpolster auf den Weg nach Novara. Selbst ein hektischer Einkauf im Supermarkt war bedenkenlos drin und wir befanden uns auf der Autobahn als das Telefon klingelte. Es war die Autovermietung. Führerschein und Ausweis würden noch vor Ort liegen – ärgerlich. Natürlich kam der Anruf genau in dem Moment, als wir vor einer Mautstation standen – ärgerlich II und wenn du einmal Kacke am Hacken hast, wirst du die nicht mehr los und so verfranzten wir uns noch in irgendeinem Dorf auf der Landstraße – ärgerlich III. Aber nun, auf ein Neues. Wie es der Zufall wollte, war genau dieses Spiel jenes, bei welchem sich die Wege mit einem Kumpel kreuzen sollten. Dank Zeitalter Internet schickten wir ihn unsere Ausweise und er erledigte für uns die Prozedur beim Ticketkauf und wartete nach getaner Arbeit vor dem Stadion auf uns.
Keine 10 Minuten vor dem Anpfiff erreichten wir das Stadion und suchten uns einen Platz auf der Distinti. Novara hatte ich vor einigen Jahren schon einmal gesehen, seitdem hatte es in der kleinen Szene gar eine erkennbare Veränderung gegeben. Alle Gruppen stehen aktuell hinter einer großen Zaunfahne. Daraus resultierte jedoch kein Boom oder eine enorme Entwicklung auf der Tribüne hinter dem Tor, sondern eher ein Rückschritt. Die 30 Leute wirkten wie ein zusammengewürfelter Haufen vom Bahnhofsvorplatz und ich konnte ihnen heute gar nichts abgewinnen und schaute vornehmlich zur meiner Linken. Dort sammelten sich nämlich rund 400 Mitreisende aus Cremonese. Mit Bus wurden die 150 Kilometer ziemlich knapp zurückgelegt, erst nach dem Anpfiff waren alle Gäste im Block. Der Großteil von ihnen nahm im unteren Bereich des Gästeblockes Platz und beteiligte sich an der akustischen Unterstützung, die überraschend gut war. Die Curva Sud startete mit einer Schalparade und anschließend mit lautem Dauergesang. Zwar sind mir deren Lieder nicht besonders lange im Ohr geblieben und eher Standardkost, als individuelle Melodien, aber trotzdem war der Auftritt nach drei Tagen die größte Überraschung. Dazu führten nicht nur der, vor allem im ersten Abschnitt, laute Auftritt, sondern ebenfalls die Anzahl, die hohe Beteiligung und der lebhafte Block durch verschiedene Fahnen und Doppelhalter, wenn mir die Optik der verschiedenen Elemente auch nicht zusagte. Obendrauf durften einige wilde Pöbeleien und eine Fackel in der Menge notiert werden. Als Starter somit vollkommen okay und allemal interessanter als das 1-1 auf dem Platz vor angeblich 3.900 Zuschauern, da wurden jedoch eher wahllos eine Zahl gewürfelt. Wenn die Hälfte an Besuchern wirklich im Stadion war, dann war es immer noch (zu) viel.

Gästeblock, Foto II

ASD Spezia Calcio – Foggia Calcio
08.12., Serie B, Stadio Alberto Picco

Wieder hatten wir ein ausreichendes Zeitfenster für die Fahrt in die Hafenstadt und konnten problemlos das Pärchen bis zum Bahnhof fahren, ehe es auf die 270 Kilometer nach La Spezia ging. Das angenehme Wetter (Sonne, zweistellige Temperaturen) ließen wir leider hinter uns und durchfuhren kurze Zeit später üblen Regen auf der Strecke, der bis vor dem Stadion anhielt, zum Glück aber bald abflachte. Mit den Karten in der Tasche schauten wir kurz in die Innenstadt und saßen kurze Zeit später in einer Pizzeria. Lange überlegten wir zwischen zwei Lokalitäten und entschieden uns rückblickend leider für die Falsche. Schrie der kleine Laden mit seiner Einrichtung erst geradezu nach Kaschemme eines zugezogenen Süditalieners in zweiter Generation mussten wir spätestens beim ersten Biss in die Pizza die Rosa-Brille abnehmen. Mund abwischen und weiter, schließlich lag der Grund unseres Besuches hier einige hundert Meter weiter und hörte auf den Namen Alberto Picco Stadio.
Dieses bleibt als Schmuckstück mit vier verschiedenen Tribünen auf jeden Fall positiver in Erinnerung als die Pizza. Noch positiver blieben jedoch die Ordner in Erinnerung, die den fotowütigen Deutschen nett aber bestimmt baten, dass Ablichten der bemalten Curva Ferrovia zu unterlassen. Könnt ihr euch vorstellen, dass irgendein aufgepumpter Solarstudio gebräunter Ordner in Deutschland so viel Fingerspitzengefühl hat und irgendwelchen Fremden das respektieren der heimischen Szene nahelegt? Ich überlege kurz… ne, denke nicht!
Die Heimkurve füllte sich schleppend, umfasste später aber immerhin 150, vielleicht 200 Leute. Zum Intro gab es einige Blinker, die im kaum beleuchteten Block schön zwischen den Menschen über einige Zeit blitzten. Nach dem 1-0 wiederholte sich das Schauspiel mit reduzierter Anzahl. Gesanglich kam von ihnen – abgesehen in eben diesen Zeiträumen – absolut gar nichts und war somit leider eine reichlich negative Überraschung. Klar, war mir bewusst, dass hier keine volle Tribüne auf mich wartete, aber so trist hätte ich mir die Szene vor Ort nie ausgemalt. Da konnte oder wollte auch der Vorsänger mit XXL-Megaphone hinter der Plastik-Fahne nichts ausrichten. Aber, so ehrlich bin ich, lag mein Hauptaugenmal von vornherein bei den Gästen. Rund 300 nahmen die 750 Kilometer (eine Strecke) auf sich, einige mit Zug! Nach dem die Szene, bzw. allem voran die Curva Nord, aktuell ähnlich hochgelobt wird wie Lecce, konnte ich mir somit endlich ein eigenes Bild machen. Der erste Blick an den Zaun und in den Block offerierte mir jedoch ausschließlich Material der Curva Sud. Soll heißen: große „Curva Sud Foggia“-Fahne, Schwenkenelemente der dort ansäßigen Gruppen (Matteo e Piero, Ultras SFUNN Foggia und Fedelissimi del Borgo) und Schals eben aus der südlichen Kurve. Daran änderte sich bis zum Ende auch nichts mehr. Der Sud wird in einigen Berichten immer wieder fehlende Mentalität im Gegensatz zur Nord nachgesagt, kann ich nicht beurteilen, weil mir a) der Einblick fehlt und ich die Leute nicht kenne und b) ich heute augenscheinlich einzig die Sud unter die Luppe nehmen durfte und die wiederum machte ihre Sache einfach gut. Ohne Unterbrechung waren aus dem Gästeblock Melodien zum Mitwippen zu hören. Besonders im Gedächtnis (und das soll nach 14 Monaten etwas heißen) waren die ersten 20-25 Minuten. Zwei Lieder waren es bis dahin gerade einmal, die jedoch in einer sauberen Lautstärke vorgetragenen wurden und das Spiel somit leicht zum Heimspiel werden ließen. Danach flachte die Unterstützung nicht unbedingt ab, jedoch pegelte sich das Niveau auf einen guten Durchschnitt ein. Ein Hingucker war der Block jedoch dauerhaft. Schwenkfahnen in allen Größen und diverse Doppelhalter waren im ganzen Block verteilt.

Gästeblock, Foto II
Heimblock, Foto II
Stadion

Unser Nachtlager schlugen wir, aufgrund fehlender bezahlbarer Alternativen, in einem Außenbezirk Bolognas ab. Viel Energie und Luft zum abendlichen Stadtrundgang wäre wohl auch nicht mehr drin gewesen, außerdem klingelte der Wecker am nächsten Morgen früh und 20 sind wir auch nicht mehr…
… das bewies am Morgen mein halbvolles Bier auf dem Nachtschrank. Venedig hieß unser erklärtes Ziel für Samstag. Durch reibungsloser Abfahrt und leeren Straßen erreichten wir die Stadt noch vor den größten Touristenströmungen, die uns spätestens auf der Suche eines bezahlbaren Parkplatz jedoch schnell einholten.https://s17.directupload.net/images/190220/smuglgio.jpgDas Wetter hätte nicht besser sein können, den Autoschlüssel gab ich ab und so verlebten sich die nächsten Stunden wie Urlaub. Ich kann jeden nur motivieren sich die Stadt mal zu geben und auf die tausend anderen Besucher vor Ort zu scheissen. Wo es schön ist, wollen nun mal alle hin und Venedig ist schön. Sehr schön. Keine Ahnung wie lange wir dort umher latschten vier, fünf Stunden waren es sicher und es wurde nicht langweilig. In manchen Ecken ist die Pizza sogar bezahlbar und so kehrten auch wir vorm Spiel noch ein.https://s16.directupload.net/images/190220/kjethovs.jpgKurzer Besuch ist das eine, hier leben möchte ich dann jedoch eher nicht… Mieten, Touristen und Fortbewegung sind nur drei Schlagwörter, die ich gar nicht weiter in Venedig vertiefen mag.

SSC Venezia – Pro Vercelli
09.12.; Serie B, Stadio Pierluigi Penzo

Tickets holten wir uns direkt an der Rialtobrücke, an einen der unzähligen Fährbuden (U30 zahlen ganz neben bei nur einen Bruchteil des Eintritts: 5€) und hatten somit alle Zeit der Welt. Wie es so ist, wurde diese dann natürlich noch unnötig knapp. Mit Anpfiff saßen wir aber auf der Stahlrohrtribüne und gaben uns den nächsten Serie B-Kick von den abermals spielerisch nichts hängen blieb. Das Internet verrät mir gerade ein 1-1 vor 3.213 Zuschauer.
Auf den „Curva Sud Veneziamestre“ sammelte sich, für mich, ein überraschender Haufen (musste ich tatsächlich zweimal auf meine Mitschriften schauen) von locker 300-400 aktiven Menschen. Zurückgegriffen wurde bei ihnen meistens auf sehr kurze Gesänge, die sich gelegentlich auch Mal wiederholten. Ging unterm Strich in Ordnung und viel mehr erwartete ich auch nicht, eher wurde ich von der Masse, wie bereits geschrieben, positiv überrascht. Die ungewöhnlichen Vereinsfarben fanden sich natürlich auf den Schals und Fahnen wieder. Gewöhnungsbedürftig, aber nicht hässlich. Orange, schwarz und grün hat auf jeden Fall Potenzial für einen coolen Block, ob ich das nach 10 Spielen immer noch sagen würde, wage ich jedoch zu bezweifeln. Freunde aus Sandoná waren übrigens auch anhand zweier Fahnen auszumachen. Die anderen Gäste, im Gästeblock, fielen ebenfalls nur durch ihre Zaunfahnen auf.
Die letzten fünf Minuten schenkten wir uns und liefen ein weiteres Mal quer durch die Stadt zum Parkhaus und fuhren der Partie

Heimblock, Foto II

https://s17.directupload.net/images/190220/msyyz558.jpg

Calcio Padova – AC Reggiana 1919
09.12., Serie C Girone B, Stadio Euganeo

entgegen. Mit reichlich Zeit im Gepäck nahmen wir die kostenlose Variante über Landstraße und erreichten den Austragungsort trotzdem als eine der ersten, zogen sämtliche Klamotten aus den zwei Rücksäcken und legten diese nach dem Zwiebelprinzip an (Temperaturunterschied über 15°C). Karten gab es problemlos übers Internet und so zog es uns ohne Umwege auf die Tribüne. Das Stadion ist ein ziemlich nettes Teil aus den 90er Jahren und wurde – wie passend – zum ersten Serie-A-Spiel nach 33 Jahren 1994 mit einem Spiel der Hausherren eröffnet. Keine fünf Jahre später wurde schon wieder Hand an der Spielstätte der Rot-Weißen angelegt. Die Tribünen hinter den Toren wurden angebaut. Seit dem wurde nur noch an der Zuschauerzahl gespielt. Passten früher über 30.000 in das Stadion, sind aktuell nur noch 18.000 erlaubt. Beide Geraden sind überdacht, haben zwei Ränge und sind, abgesehen vom Heimblock, auf der Gegengerade, mit Sitzplätzen ausgestattet. Die Beiden Anbauten kommen mit einem Rang, ohne Dach und Sitzplätze aus.
Der Heimblock startete mit einer Schalparade und zwei Prisen roten Rauch ins Duell, danach schien bei den Ultras Padova das Tagesziel erreicht. Einzig bei den immer wiederkehrenden gegenseitigen Pöbeleien stieg der Haufen mit ein. Ganz dünne Vorstellung, zumal eine solide Masse an Menschen im Block stand. Wie schon am Freitag, sah es auch bei den heutigen Gästen dafür umso besser aus. Mit leichter Verspätung trudelten die gut 350-400 Fans aus dem 180 km entfernten Emilia ein und formten sich im Handumdrehen zu einem feinen Rechteck. Die fünf Zaunfahnen wurden in der Hand gehalten, vier Schwenkfahnen waren abwechselnd in Gebrauch und so wirkte der riesige Block gar nicht mehr so unansehnlich. Links flaggte die Gruppo Vandelli 1991, die Mitte wurde freigelassen, ganz rechts die Teste Quadre (Nachfolger der 1999 aufgelösten Ultras Ghetto, aus dem selben Jahr). Cooles Bild! Die akustische Hingabe war über das Spiel hinweg … gut. Hätten sie optisch jetzt ein beschisseneres Bild abgegeben, ich würde wahrscheinlich nur von durchschnittlich sprechen, aber das Auge isst bekanntlich mit. Wie erwähnt gab es reichlich Pöbeleien, die gingen wie bei jeder Herde gut von den Lippen. Besser waren nur die regelmäßigen Schlachtrufe, die fegten so richtig durch das leere Stadion (4.686 Zuschauer). Ansonsten gab es viel bergauf und -ab. Lange Pausen oder großes Nuscheln gehörten nicht zu den „abs“ und dementsprechend wurde kontinuierlich die Mannschaft unterstützt. War schon gut und lenkte vom öden 0-0 auf dem Platz ab.

Stadion
Heimblock
Gästeblock

https://s17.directupload.net/images/190220/6gimab6g.jpgDie Nacht verbrachten wir im wenige Kilometer entfernten Verona. Drehten noch eine größere Runde durch die Stadt und liefen dabei einige beleuchtete Sehenswürdigkeiten an.
Am Vormittag wiederholte sich das Spiel. Im Gegensatz zum Abend waren nun auch allerlei Menschen auf den Wegen und gerade in der Innenstadt glich der Rundgang eher einem Gedränge. Somit büßte die eigentlich sehr schöne Stadt einige Punkte ein. Wir hatten für den Tag noch einen Termin und überließen die Straßen Veronas voll und ganz den Weihnachtsmännern, bzw. ihren Helfern. https://s15.directupload.net/images/190220/cec8cn8z.jpg

ASD Calcio Romanese – Calcio Lecco 1912
10.12., Serie D Girone B, Comunale Romano di Lombardia

Nach Romano di Lombardia waren es rund 100 km, die wir via Alternativroute erreichten. Das Thermometer befand sich weiterhin auf Sturzflug und lange haderten wir, wann denn nun der perfekte Moment sei, um das warme Auto zu verlassen. Am Ende war es zu früh, aber immerhin gab es im Stadion heißen Tee. Das städische Stadion war auf zwei Seiten bebaut, beide überdacht aber gänzlich unterschiedlich. Die Gegengerade stellte dabei den Gästeblock da, den die Jungs aus Lecco auch gerne bevölkern wollten. Das zog jedoch erst einmal einige Diskussionen mit den Pigs nach sich. Warum der Block überhaupt verschlossen war, konnte ich nicht nachvollziehen. Schließlich sollte es sich in der Liga herumgesprochen haben, dass die Gäste ein gewisses Potenzial haben. Kurz vor 14.30 Uhr und somit fast pünktlich zum Anpfiff gaben die Cops und der Gastgeber doch noch nach, öffneten das Metalltor und kontrollierten die Anhänger sehr genau.
Der ganze Stress am Eingang war zum Glück schnell vergessen und hatte keinerlei Auswirkungen auf die Motivation der rund 80 Ultras. Ein flotte Sohle legten sie in den folgenden 90 Minuten auf das Paket und sangen sich zu meiner Nr. 1 am Wochenende. Der ganze Auftritt war nett zu verfolgen. Auf der kleinen Gerade – mit vier Stufen, Maschendrahtzaun und Dach – war viel Bewegung zu sehen, lange Klatschparaden zu hören und eine solide Lautstärke zu vernehmen. Immer wieder kam die viel zu große Schwenkfahne und weiteres Tifo-Material zum Einsatz, das durch die Schals immer wieder ergänzt wurde. Spätestens als es nach 20 Minuten anfing zu schneien und nun immer wieder einzelne Fackeln angingen war ich mit dem heute erlebten zufrieden. Jedoch ging das Spektakel noch 70 Minuten weiter (gut, auch in Italien sind die 5-10 polnischen Minuten nach dem Wiederanpfiff angekommen) und wir schauten uns immer wieder zufrieden an. Zufrieden waren nach dem Spiel (0-1) nicht nur die rund 200 Gäste unter den 300 Zuschauern, sondern auch Frau Holle, die eine geschlossene Schneedecke ihren Verdienst nennen konnte.

Gästeblock, Foto II
Stadion

In Bergamo schauten wir noch kurz in der Innenstadt vorbei und nahmen eine letzte Pizza zu uns, ehe wir das Auto verließen und zum Gate stiefelten. Verspätung – Klasse. Noch mehr Verspätung – Oberklasse. Abflug am nächsten Morgen – Scheisse! Was waren die 4 Stunden nicht für eine Achterbahnfahrt der Gefühle, ja wir saßen sogar schon bei Rainer drin, nur abheben wollte er nicht. Andere Flieger hatten mit dem Schnee weniger Probleme. Nun ja, es sollte ein Hotel für alle geben. Dort ging es mit Shuttle hin. Überraschenderweise reichten die Zimmer vorne und hinten nicht. Wir versuchten erst gar nicht unser Glück, sondern machten uns über die unbewachten Kühlschränke her. Klappte ganz gut und irgendwann gab das Hotel gar die Dinger offiziell frei. Verhungern und ganz wichtig: verdursten mussten wir also nicht und die Nacht ging flüssig vorbei. Am Morgen hatte unser Flieger weiterhin mit einigen Problemen zu kämpfen und die Minuten summierten sich schnell auf zwei weitere Stunden. Endlich in der Luft, waren wir auch fast wieder zuhause. Netter Trip mit unschönem Ende.