Gleich nochmal ins gelobbte Land…

Spiele: Odra Opole – Polonia Bytom, Zagłębie Sosnowiec – GKS Tychy

Keine volle Woche war nach dem letzten Polen-Aufenthalt vergangen, da rief schon wieder das geliebte Nachbarland. Diesmal sollte es mit der – noch vielmehr geliebten – Frau gen Osten gehen. Klar, wegen Pfingsten und so. Ist natürlich Quatsch, im Vordergrund standen Fußball und die Schoppinggelüste der Dame. Um beides stressfrei zu verbinden, einigten wir uns schnell auf eine Nacht in Wroclaw und zweier in Katowice.
Wie schon bei den letzten Fahrten, standen wir den Freitag wieder reichlich auf den polnischen Autobahnen herum, nach dem wir die Kraterstrecke ab Forst überstanden hatten. Da half alles meckern nichts, auch wenn draußen die liebe Sonne herzhaft und aus voller Kraft über uns lachte. Noch bevor es leckere Hot Dogs von der Tanke gab, rief 90 Minuten vor der Schließung das erste Einkaufszentrum. Mit den ersten Schätzen fuhren wir zur Nachtstätte.
Wie der Vortag endete, so begann der Samstag und wir befanden uns mit der Öffnung in einem riiiiiiiesen Komplex, der mehr Geschäfte hatte, als RB jemals Ultras. Und siehe da, ein paar Stunden später glich ich aus und konnte somit den Vorsprung an nutzen/unnützen Sachen vom Vortag neutralisieren.

Odra Opole – Polonia Bytom
03.06., 2. Liga, Stadion Miejski

Die überschaubare Strecke nach Opole verlief heute ohne viel Extrazeit und am Stadion gab es zur meiner Überraschung Tickets ganz ohne Probleme. Wie am folgenden Tag zahlten Frauen weniger als die Herren. Heute gar nur ein Drittel und damit gerade 5 Zloty. Die reichliche Zeit bis zum Spiel verbrachten wir in der kleinen Innenstadt. Selbe Idee hatten auch allerhand Anhänger beider Vereine, die nicht nur am Stadion gemeinsam tranken und sangen, sondern in der ganzen Stadt verteilt die Sonne genossen. Beide Szenen verbindet nun schon eine 30 jährige Freundschaft. Im Stadion zeigte sich, dass auch die Freunde aus Lubin und Sopron (inkl. Fahne am Vorsängerpodest) heute anwesend waren. Für Opole und Bytom wird es wohl auf lange Sicht das letzte Pflichtspiel gegeneinander gewesen sein. Während die Gastgeber in die 1. Liga aufstiegen, stand Polonia schon seit Wochen als Absteiger fest. In welcher Liga die Gäste sich jedoch zur Saison 17/18 wirklich wieder finden, zeigen erst die nächsten Wochen. Denn der traditionsreiche Club aus dem Kohlepott kämpft aktuell einmal mehr ums Überleben. Es wird neben einem Rückzug in die 4. Liga (fünfthöchste Spielklasse), gar über einen Neustart gesprochen. Ich drücke den Verein beide Daumen, dass dieser Weg zu vermeiden sein wird und sie sich anderes sanieren können!
Trotz Testspielcharakter, befreundeter Gruppen, gemeinsamen Block und Feierlaune, zeigten die Pigs keinerlei Einsicht und fuhren groß auf. Fällt mir nichts zu ein, aber durfte ich vor einiger Zeit auch schon bei den damals noch verbündeten Stettiner und Warschauer beobachten. Ich will auch gar nicht wissen, wie sich die Balken bei einer Einsatzbesprechung biegen, dass immer wieder auf´s neue Geld für solche Einsätze verbraten werden können. Aber darüber können wir in Deutschland nur zu gut ein Liedchen singen – übrigens sucht die Polizei mal wieder neue Mitarbeiter! Zurück in die Sonne und ins Stadion, gab es dort doch deutlich interessantes zu sehen, als schwitzende Bullen! Während der Block noch fast komplett verwiesen war, waren die Bierbänke und die schattigen Plätze davor umso besser gefüllt. Dabei fiel sofort auf, dass das heutige Publikum deutlich gemischter war, als üblich in den polnischen Stadien abseits der Ekstraklasa. Neben den üblichen Kibole, fanden auch etliche Discolarven und ähnliche Konsorten den Weg ins Stadion. Natürlich jedoch nicht im Fanblock, dass wäre ja noch schöner! Zudem waren recht viele Familien anwesend, ein Trend der sich jedoch schon seit einiger Zeit andeutet und bei besten Sommerwetter und Aufstieg natürlich gleich noch ein paar mehr Leute aus den Platten trieb. Die Zuschauerzahl würde ich auf mindestens 1.500 schätzen, aber da liege ich auch gerne mal daneben. Die Besucher von Odra Opole haben seit einigen Jahren nur noch eine sehr begrenzte Wahl ihres Platzes. Die Gegengerade ist gesperrt, beide Kurven sind mehr oder weniger unbebaut und somit blieb nur noch die Tribüne und der Fanblock, der (genau wie der Gästeblock) eine angedeutete Kurve ist. Schöne Bude und gerade der Anblick von außen ließ mich strahlen: Beton in seiner schönsten Form und nicht so charakterlos wie viele Neubauten in Polen und Deutschland.
Das Spiel begann mit dem wohl schnellsten Tor, dem ich jemals beigewohnt habe. Nach 12 Sekunden klingelte es im Tor von Bytom und ließen keine Fragen über die unterschiedlich eingeschlagenen Wege aufkommen. Es folgten bis zum Ende zwei weitere und wohl nur dank Schongangs bei Opole fiel es nicht höher aus, bzw. konnte das abgeschlagene Schlusslicht gar im zweiten Durchgang etwas mitspielen. Na ja, ging wie gesagt schließlich auch nur noch um die goldene Annans. Wie zu erwarten war, tangierte dem gut gefüllte gemeinsame Block, mit etwas räumlicher Abgrenzung, dieser Umstand nur wenig und 300-400 Aktive waren das Resultat. Nach holprigem und distanzierten Start, gelang es den beiden Vorsängern (Opole auf dem Podest, Bytom aus dem Block heraus) doch recht schnell, eine homogene Einheit zu formen und so wurde sich nicht gegenseitig besungen, sondern gemeinsam die Vereinsnamen auf die leere Gegengerade geknallt, die Cops weniger nett bedacht und gemeinsam gefeiert. Einzig die Durchführung einer Freundschaftschoreo sorgte im ersten Durchgang für einen deutlichen Verlust an Lautstärke und Beteiligung. Zwei vermummte und mit Bengalos ausgestattete Fans beider Clubs waren auf der, in den Vereinsfarben gehaltene, Blockfahne abgebildet. Natürlich folgte der Einsatz von Pyro. Bewaffnet mit rund zwei dutzend Fackeln verteilten sich mehrere Männer in orangen und blauen Maleranzügen im Block und rissen diese zeitgleich an. Das dazugehörige Spruchband zierte übrigens die kompletten 45 Minuten den Zaun und war natürlich ans 30 jährige Jubiläum angelegt. Die Fahne wurde dabei gut 15 Minuten gehalten und diente wieder als Umkleidekabine der Pyromanen, ehe sie verschwand und es bis zum Halbzeitpfiff wieder deutlich lauter wurde. Im zweiten Durchgang erstrahlte der Block, dank diverser Zaunfahnen aus beiden Lagern, zwar im neuen Gewand, jedoch schienen die Stimmenbänder noch bis weit in den zweiten Durchgang hinein mit Bier geölt zu werden. Dafür wussten die letzten 15 Minute, besonders aber die rund 5 minütige Wechselgesänge, zu gefallen. Hierbei wurden die Gesänge mit verschiedensten Gesten begleitet. Der Spaß begann mit einfachem Klatschparaden und Hüpfen, ehe die Shirts unterschiedlich zweckentfremdet wurden und zu guter Letzt eine Polonaise aufeinander zulief. Nach dem Spiel wurde erst der verbliebenen Mannschaft von Polonia Bytom für ihre Treue gedankt, bevor die Aufsteiger mit viel Applaus in die Sommerpause bekleidet wurden. Nach diesem entspannten und rundum gelungenen Spiel schienen die Schweine in Uniform, samt ihrer Vierbeiner, tatsächlich noch ihren Einsatz rechtfertigen zu müssen. Einschüchternd bauten sie mit wenig Abstand vor dem Ausgang auf und konnten dabei auch einige Festnahmen durchführen – CHWDP! Ob es am Spruchband gegen die örtliche Polizei lag, weiß ich nicht.

Graffiti vor dem Wasserturm
Heimblock
Freundschaftschoreo mit Pyro, Foto II
Stadion

Die Hälfte der Strecke zum Nachtlager legten wir vor dem Spiel zurück, der Rest folgte nun zum größten Teil – dank natürlichen Geizes – über Landstraße. Einen vorher fest eingeplanten Halt in Gliwice und dem wohl bekanntesten Radiosender der Welt verschoben wir auf unbestimmte Zeit und düsten direkt zum überraschend guten Hotel in der Nähe des Kattowitzer Bahnhofs. Richtig neu roch es dort überall und mit 15€/Nacht auch im Rahmen für die Ossis. Statt Champions-League-Finale im Fernseher hieß es für uns Kneipe! Ich staunte nicht schlecht, wenig erinnerte an die übersichtliche Bevölkerung der Ausgehstraße, an Ostern vor wenigen Wochen. Heute platzten alle Läden förmlich aus den Nähten und erst in der letzten Ecke fanden wir eine freie Bank. Bei Preisen, welche bei uns nicht mal die Tankstellen anbieten, genossen wir das rege Treiben und schlossen uns den trinkfreudigen Polen an.
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Der nächste Tag stand ganz im Zeichen von…

Zagłębie Sosnowiec – GKS Tychy
04.06., 1. Liga, Stadion Ludowy

… und wir trafen noch vor 10 Uhr am Stadion ein. Die ganze Aufregung wäre am Ende gar nicht nötig gewesen. Karten gab es noch reichlich, nach dem abgeben des Personalausweises. Da malte ich mir ganz andere Szenarien aus. Immerhin besaß Zagłębie noch die Möglichkeit den Aufstieg zupacken, war dabei jedoch auf fremde Hilfe angewiesen. Zusätzlich ging es mit Tychy gegen einen Feind aus direkter Nähe, die bei ungünstigem Ausgang des Spieltages gar noch auf einen Abstiegsplatz gekickt werden konnten. Scheinbar kosteten die vergangenen und schweren Jahre (2008 Zwangsabstieg in die 2. Liga) neben viel Kraft auch einige Fans, die eine mögliche Rückkehr ins polnische Oberhaus nicht mehr vor dem Offen herlockte. Ein weiterer und nicht unerheblicherer Grund spielte das Pfingstfest. Was auch bei uns früher wenigstens noch einen gewissen familiären Wert hatte, nimmt im katholischen Polen eine ganz andere Rolle ein. Davon konnten wir uns in der wenige Autominuten entfernten Innenstadt ein Bild machen. Bei, auch heute, bestem Wetter schienen die Straßen wie ausgestorben und selbst die 24h-Konsums hatten, wenn überhaupt, nur zeitlich begrenzt auf. Von anderen Geschäften oder Restaurants (bis zum frühen Abend) ganz zu schweigen. Ungünstig, trieb uns doch der knurrende Magen immer und immer wieder, mit Hoffnung auf Besserung, eine Ecke weiter. Am Ende musste, nach mehreren Jahren des erfolgreichen Boykotts, tatsächlich das goldene M angefahren werden. Eine weitere Mahlzeit bestehend aus Tankstellen-Hot-Dogs lehnte meine Frau strikt ab. Nach dem das Thema „Essen“, als auch zuvor der Fanshop, erfolgreich abgearbeitet wurden, nährten wir uns wieder dem Spielort.
Ähnlich wie bei ihren Freunden von Legia, griffen große Teile der Zagłębie-Fans im Kleiderschrank ein weißes T-Shirt, wenn natürlich auch nicht in dem Ausmaß wie auf der Żyleta in Warszawa. Trotzdem machte es reichlich Eindruck, wie eine Vielzahl des Klientels – von alt bis jung, Mann wie Frau, Picknicker und Hool – aus allen Himmelsrichtungen in weiß den Weg zum Ziel einschlug. Des weiteren waren einige Nachwuchs-Ultras dabei zu beobachten, wie sie ihre Sturmhauben am Mann versteckten und ein übler Haufen, bestehend aus Sosnowice und Freunden, sich mit Bier und Gesang im Biergarten auf das Spiel einstimmte. Kaum hatten wir uns 5 Minuten im Stadion niedergelassen, donnerte es im Sekundenabstand in den umliegenden Plattenbauten. Die eben noch im Biergarten verweilten Hünen liefen mit über 250 Mann in Richtung Stadion. Auf der kleinen Brücke vor den Kassen und dem Eingang zur Geraden wurde weitere Pyro, diesmal in Form von Bengalen, abgebrannt und ein Mobfoto geschossen.
3.356 Zuschauer wollten sich dieses Spiel geben, den Gästen waren, dabei gerade 300 Karten zugesprochen worden. Abgesehen von dem Derby-Charakter, natürlich bei dieser sportlichen Ausgangslage ein Tropfen auf den heißen Stein. Mit Gelenkbussen wurden die Gäste an ihren Eingang gekarrt und dort von zwei Wasserwerfern empfangen. Der Einlass dauerte wie üblich eine Ewigkeit und obwohl sie schon weit vor dem Spiel am Stadion ankamen, dauerte es bis zur 30. Minute, als auch der letzte von ihnen im Block war. Selbstverständlich wurden erst zu diesem Zeitpunkt die Fahnen am Zaun befestigt und der Support aufgenommen, an den sich jeder beteiligte. Wenn sie fortan etwas von sich gaben, dann erreichten sie eine gute Lautstärke. Jedoch beschränkte sich die Unterstützung auf immer wiederholende Schlachtrufe mit allerlei Pausen. Damit will ich die Leistung nicht schmälern, sondern eher die Pausen erklären. Lässt sich ein melodischer Gesang doch besser über einen gewissen Zeitraum tragen, als ein Schlachtruf, in den die Kurve oder der Block 3-4x alles aus sich hinein steckt.
Wie bereits angeschnitten, durfte sich die Szene von Zagłębie Sosnowiec heute nicht über mangelndes Interesse ihrer Freunde beschweren. Legia Warszawa, Olimpia Elbląg, Czuwaj Przemyśl und natürlich auch Stal Bielsko-Biała waren in ihrem Fanblock vertreten. Wie groß dieser letztendlich war, ließ sich von meiner Position aus schwer schätzen, ich tippe auf 400-500. Nach einer Ansage des Vorsängers und einigen Leuten, die gezielt in den umliegenden Bereichen andere Fans ansprachen, sicher auch ein paar mehr. Anders als beim heutigen Gast, sorgte der Block durch einfachen und monotonen Gesang für fast durchgängigen Support. Also jetzt nicht im griechischen Ausmaß, sondern eher im deutschen um die Jahrtausendwende. Halt die Klassiker, wo bei uns auch mal die Kutte für ein paar Sekunden einsteigt. Geschlossene Klatschparaden und knackige Schlachtrufe füllten die wenigen Lücken genauso, wie die Vereinsnamen der anwesenden Gäste. Unterbrochen wurde der Support für die eigene Mannschaft durch gegenseitige Pöbelorkane in regelmäßigen Abständen. Dabei wurde auch die beste Lautstärke erreicht. Es dürfte heute also ein besserer Auftritt für die Gastgeber gewesen sein, die nicht unbedingt für ihre akustische Hingabe bekannt sind. Viel mehr verbinde ich eine gute Zaunbeflaggung mit ihnen und diese enttäuschte mich nicht. Der rostige Maschendrahtzaun wurde die gesamte länge der Gegengerade, durch größtenteils geniale, Zaunfahnen verdeckt. Über diesen deutete eine eingerollte Stoffbahn schon auf eine Choreographie hin und so wurden während der Halbzeit hunderte kleine Tütchen mit Schnipseln verteilt und bald das Spruchband enthüllt. „Południowy Temperament“ (dt. südliches Temperament) stand dort in verschiedenen rot, grün und weiß Tönen geschrieben. Die drei Vereinsfarben fanden sich dann auch blockweise in der Luft wieder und ergaben ein unerwartet geradliniges Bild. Damit war der Leitsatz am Zaun jedoch noch nicht abgehandelt, sondern maximal eingeleitet. Im laufe der zweiten Halbzeit wanderte, passend zum Spruchband, eine Blockfahne im Stile der Konföderierten-Flagge mit der Aufschrift „Hooltras Zagłębie“, über die Köpfe der Anhänger. Dass die Fahne ein beliebtes Symbol für Rassisten ist, brauche ich wahrscheinlich nicht weiter ausführen (Thema Sklaverei) und darf wohl auch als klares Statement gewährtet werden. Nach und nach hüpften mehr und mehr weiße Maleranzüge unter der Fahne vorher und verteilten sich mit Händen voller Pyrotechnik auf der gesamten Geraden. In den folgenden 10 Minuten wurde ohne Ende gefackelt und geräuchert. Neben Bengalos und Breslauer kam auch schwarzer Rauch zum Einsatz und erzeugte ein geiles chaotisches Bild. Im Nachhinein war von über 100 brennbaren Gegenständen die Rede. Ein weiteres köstliches Bild ergab sich, als sich alle Pyromanen in der Blockmitte sammelten und auf den nächsten Einsatz der gezeigten Fahne warteten um sich wieder der Anzüge zu erledigen.
Auf dem Platz hieß es am Ende 2-1 für die Gastgeber und beide Vereine verblieben in der zweithöchsten Spielklasse. Während Sosnowiec durch den Sieg vom Nachbarn Zabrze einen Zähler hinter diesen blieb, konnte Tychy die Relegation durch ein 1-1 zwischen Katowice und Bytow umgehen. Ganz nebenbei spielten an diesem Spieltag übrigens alle drei Vereine mit der Chance auf den Relegationsplatz zu rutschen gegen alle drei Mannschaften, die rechnerisch noch aufsteigen konnten. Ein Krimi wie zu besten „ran“-Zeiten in der Bundesliga. Die Reaktionen darauf waren nicht nur zwischen den Zagłębie- und Tychy-Anhängern unterschiedlich, sondern auch zwischen den Heimfans. Während einige die Spieler mit Applaus verabschieden wollten, kam es gerade aus dem Fanblock zu einigen Entgleisungen aufgrund des verspielten Aufstieges in den letzten Spielen. Dies schaukelte sich später wohl noch etwas hoch, aber zu diesem Zeitpunkt hatten wir das Stadion schon verlassen.

Graffiti an einer Platte
Heimblock
Schnipsel-Choreo
Blockfahne und …
Pyro, Foto II
Maleranzüge
Gästeblock
Stadion

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Die Arbeitersiedlung Nikiszowiec war unser nächstes Ziel. Die Ziegelblöcke wurden Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut und dienten den Arbeitern als Wohnsitz direkt neben ihrer Arbeit, dem Kohlekraftwerk. Von diesen Siedlungen gibt es im Kohlepott viele weitere, aber besonders diese zieht aufgrund ihrer wirklich schönen Optik die Touristen an. Wahrscheinlich auch, weil es sonst hier nicht besonders viel zu sehen gibt. Für fußballinteressierte Kulturbanausen lohnt ein Gang durch die Straßen nebenbei auch, in den Straßen geben sich Katowice und Ruch Schriftzüge und ihrer Zerstörung die Hand.http://fs5.directupload.net/images/170720/4owionhq.jpgKeinen Steinwurf entfernt sind dann auch die vor Koks verfärbten Anlagen zu finden. Den restlichen Tag fuhren wir noch mehr dieser Geländer und Siedlungen an. Ein näheres Betrachten war uns jedoch nicht vergönnt. Den Abend verbrachten wir, wie gehabt bei einem Bier in der Stadt.http://fs5.directupload.net/images/170720/ytw2fgxi.jpg
Pfingstmontag ist in Polen ein normaler Arbeitstag und so waren die Agenda schnell abgesteckt. Schoppen, Hot Dogs von der Tankstelle und sinnlos lange im Stau stehen auf dem Weg in die Heimat.