Archiv für September 2016

Chemnitzer FC – FSV Zwickau

16.09., Stadion an der Gellertstraße, 3. Liga

Westsachsen-Derby unter Flutlicht – klingt super! Also beim himmelblauen Stürmergott zwecks einer Zugangsberechtigung gefragt, kam umgehend die Antwort „geht klar“ (Danke). Das leidige Thema „Anfahrt“ war dank anreisender Familienunterstützung ebenso schnell geklärt (Danke II) und am Freitag konnte es ungewohnt stressfrei und locker zum Fußball gehen. Die Fahrt Richtung Karl-Marx-Stadt verging dank Bleifuß schneller als erwartet und so war gar noch Zeit für ein schnelles Bier, bevor sich am Stadion die Wege trennten und andere vereinten. Natürlich öffnete der Himmel prompt seine Schleusen und schnellen Schrittes wurden die Eingänge angesteuert. (mehr…)

… und schon wieder Polen

Spiele: Ruch II Chorzów – Ruch Radzionkow, Siarka Tarnobrzeg – Raków Częstochowa, Stal Pleszew – Orzeł Mroczeń, Kania Gostyń – Wicher Dobra

Ohne viele Umschweife hinein nach Polska! Dafür war ein Treffpunkt von 5 Uhr in der Frühe notwendig – unschön! Also wartete ich mit Sack und Pack an der selben Bushaltestelle, auf denselben Fahrer und das selbe Auto, wie schon 10h zuvor. Schnell No. 3 im Bunde eingesammelt und Richtung Kohlepott gewackelt. Die Fahrt verlief im Dauerwechsel zwischen schlafen, fachsimpeln, dösen und mampfen wie gewohnt, bis sich die Öllampe in den Vordergrund spielte. Mir schwante schon böses und ich sah uns schon zwischen den Pilzverkäufern Stunden auf Hilfe warten. Aber uns wurde ein Tag im polnischen Wald erspart und wir erreichten die nächste Tanke ohne Motorschaden. Darauf erst mal ein Radler und bald der erste Kick: (mehr…)

Tennis Borussia Berlin – Concordia Britz

02.09., Berlin-Pokal, Mommsenstadion

Endlich mal wieder zu den Tennisschlägern… und dann gleich beim Pokalklassiker, der bekanntermaßen seine eigenen Gesetze hat. Zur großen Freude fanden sich gar zwei weitere Interessenten und noch viel besser, einer davon stellte sein Auto als Fortbewegungsmittel! Kaum eingestiegen, war ein Parkplatz direkt vorm Stadion auch schon erreicht. Der direkte Weg in die Stadionkneipe wurde uns verwehrt, erst musste ein Ticket gezogen werden. 6€ später war es soweit… die geniale Pinte hatte mich wieder. Andere schienen sie seit dem Abstieg 2000 aus der 2. Bundesliga gar nicht verlassen zu haben und so blieben aus besseren Tagen nur die saftigen Bierpreise und zwei, drei Dutzend Silberlocken, die an eine Zeit vor Verbands- und Oberliga erinnerten. Wobei diese meist auch nur von kurzer Dauer waren. Trotz ausbleibender sportlicher Erfolge hat der Verein bundesweit einen Namen. Seit vielen Jahren kämpft der Verein erfolgreich gegen Antisemitismus, Rassismus, Fremdenhass und Intoleranz, zusätzlich tritt das Hans-Rosenthal-Team (nach dem Rosenthal verstarb wurde „Team“ durch „Elf“ ersetzt) jährlich dutzend mal gegen den Ball und unterstützt somit finanziell die Hans-Rosenthal-Stiftung. Selbstredend spiegelt sich dieses Engagement auch in der Fangemeinde wieder und TeBe besitzt ein tolerantes und familiäres Publikum, welche im Schnitt mit 300-400 Seelen zu den Heimspielen pilgern. (mehr…)

FSV Zwickau – 1.FC Magdeburg

01.09., 3. Liga, Stadion Zwickau

Hui, wer denkt bei dieser Paarung nicht gleich an Kräftemessen vergangener Tage. Ob Pyro-Battle beim Abschied des Ernst-Grube-Stadions in Magdeburg, Randale im Westsachsenstadion oder zu letzt der Platzsturm im Hein-Krügel-Stadion, seitens der Magdeburger. Feuer brachte zusätzlich das Bündnis zwischen RK und UD mit sich. Die Paarung bringt allerdings bei weitem nicht nur Riot und Chaos mit, sondern auch zwei der besseren Kurven im Osten, die sich unterschiedlicher nicht hätten entwickeln können. Auf Seiten der Magdeburger die brachiale Schlachtrufe der Marke „Polska“, bei den Zwickauern hingegen die melodischen Dauergesänge alá Süditalien. Nicht nur akustisch, sondern auch optisch zieht sich der Einfluss wie ein roter Faden. Während die Magdeburger Zuhause, wie auch die Gästeblöcke der Republik, in blau-weiß färben, dabei gerne auf Wollschalls und Trikots zurückgreifen, sieht es bei den heutigen Kontrahenten anders aus. Trikots trägt hier kaum eine Kutte, in der „Curva Kaos“ zieren meist Gruppen/Kurven-Klamotten die Körper. Das sich beide nicht plump bei beispielweise Hutnik Kraków, bzw. Juve Stabia bedienen und kopieren ist klar und bedarf eigentlich keine Erwähnung. Der gelebte Stil ist eigen. (mehr…)