Odra Opole – Miedź Legnica und Stilon auswärts

Spiele: Odra Opole – Miedź Legnica, Górnik Polkowice – Stilon Gorzów

Spielfreie Wochenenden laden grundsätzlich immer zum Blick über den Tellerrand ein. So geplant auch an diesem und mit der Partie Odra Opole – Miedź Legnica war ein interessanter Aufhänger schnell gefunden. Nur der Freitag und Sonntag wollten sich nicht sinnvoll füllen lassen, ohne das sinnlose Kilometer auf den polnischen Straßen zu bewältigen wären. Tagesausflug!? Klar, immerhin lag noch das Auswärtsspiel von Stilon auf unserem Heimweg. Mitfahrer waren fix beisammen und das Auto voll. Auto? Welches Auto? Das übliche Problem schien diesmal unüberwindbar. Um 23 Uhr am Freitag glühten die Handys nochmals heiß und siehe da, es drehte sich alles zum Guten. 1.000 Dank gehen an dieser Stelle an R., der uns seinen noblen Flitzer zur Verfügung stellte. Die Abfahrt und der Treffpunkt war am frühen Morgen ein Genuss. Der Flixbus vom Mitfahrer hatte sensationelle Verspätung eingefahren und ich stand früh um 4.30 Uhr noch sinnlos am ZOB herum. Etwas später wurden somit die anderen beiden eingesammelt und ab auf die Piste. Wenigstens die Anfahrt verlief Reibungslos und ganz ohne Stau. (mehr…)

Babelsberg 03 – Union Berlin

18.07., Testspiel, Karl-Liebknecht-Stadion

Ich war eigentlich schon auf dem Weg nach Hause. Jedoch belatschte mich mein Kumpel erfolgreich und kurz vor 19 Uhr standen wir am Stadion. Mit uns noch hunderte Weitere. Auf langes Anstehen hatte weder er, noch ich Bock und wir fanden uns kurze Zeit später in einer Kneipe wieder. Im Babelsberger Kiez herrschte währenddessen erhöhte Bullenpräsenz, selbst die Schweine der BFE gaben sich die Ehre. Die Gründe dafür lagen in dem vergangenen Aufeinandertreffen. Dabei sorgten die Unioner für die eine oder andere Überraschung. Zuletzt joggten 60-80 von ihnen durch Babelsberg, wurden aber kurz vorm Fanladen/Fanprojekt von der Polizei gestoppt. Heute lief wohl alles in geordneten Bahnen und maximal eine handvoll Kutten der Berliner wurde beim unachtsamen Schlendern durch die Straßen ein Schrecken zugesetzt. Zur Halbzeit fanden wir uns, wie der Ultrá-Nachwuchs, am Eingang ein und ersparten uns somit den Eintritt und die erste Halbzeit. Viel verpassten hatten wir nicht. Union führte 1-0 und auf den Rängen herrschte typisches Testspielflair. 3.200 Zuschauer bedeuteten doppelt so viel Zuspruch, wie bei einem durchschnittliches Heimspiel, aber das interessiert halt auch nur beiläufig. Aus Berlin werden sicher 500 Anhänger den kurzen Weg auf sich genommen haben und fielen abgesehen von einer handvoll Gesängen („Ihr seid Zecken…“ durfte nicht fehlen) auch nicht weiter auf. Ebenso wie die Nordkurve… wie gesagt Testspielflair. Wenigstens das Spiel war recht ansehnlich und zwei Tore sahen wir auch noch. Am Ende stand es nur 3-0, weil der Babelsberger Keeper seine Arbeit ganz gut machte.

Balkan: CL- und EL-Quali (Teil III)

Spiele: Hajduk Split – Levski Sofia, Dinamo Zagreb – NK Istra

Nach erfolgloser Getränkesuche trafen wir an unserem Bus ein und waren bereit für das Abenteuer „Bank“. Ein geeigneter Einstieg war schnell gefunden, kletterten uns doch direkt 20 Spanier entgegen. Nach dem wir gentlemantlike – wie wir nun mal sind – unsere Hilfe anboten, war der Weg für uns frei. „Vorsichtig mit dem Bier.“, „Bist du blöd!? Na, klar – das steht hier sicher.“ Bei „hier“ handelte es sich um eine – wie der Rest des Bauwerkes – arg in Mittleidenschaft gezogene Mauer. Natürlich stand die Flasche nicht sicher und unser ohnehin schon rarer Wegproviant dezimierte sich. Wenigstens fielen die Scherben nicht weiter auf. Müll, Bauschutt und Scherben der ehemaligen Fenster lagen in jedem Geschoss, auf den Treppen und selbst auf dem Dach. Den Weg bis nach oben genossen wir also mit einer großen Portion Vorsicht und bewegten uns vorsichtig über die Berge aus Müll entlang an den bemalten Wänden. Dafür lag uns auf dem Dach Mostar zu Füßen. Wir blickten über die leuchtende Stadt und die kaum noch zu erkennenden Umrisse der Berge. Den weiteren Abend verbrachten wir später mit einigen Bier an der stadtnamengebenden Brücke in der Altstadt. Erstaunlich ruhig war es hier und der sonst so gut frequentierte Treffpunkt war ungewohnt leer. Am Abend wurden wir noch in einer Kneipe reichlich über den Tisch gezogen. Konnten nach gelungener Rache über das einzige Fettnäpf´chen der Tour aber bald wieder lachen. Die Nacht verbrachten wir in der vorhin erkundeten Bank über den (meisten) Dächern von Mostar. (mehr…)

Balkan: CL- und EL-Quali (Teil II)

Spiel: Zrinjski Mostar – NK Maribor

Nach dem Spiel trennten sich schnell wieder die getroffenen Wege und während die zwei Nachzügler in Belgrad blieben, stand für uns noch die Überfahrt nach Bosnien und Herzegowina an. Für die nächsten 20h „Lebe wohl“ gesagt und einen unser Fremdenführer an der Stadtgrenze rausgehauen, führte die Autobahn die ersten Kilometer Richtung Grenze. Die wurde ohne Probleme und Warterei überquert und durch die dunkle und neblige Nacht weiter gedüst. Ups, da war ein Mensch! Die Sicht war semi-gut, jedoch sicher nicht der Grund warum wir kurze Zeit wieder vor einer anderen Grenze standen. Irgendwie muss uns hier ein Lapsus unterlaufen sein. Der Grenzer lachte und wir zweifelten an unseren geistigen Fähigkeiten, drehten eine Ehrenrunde ums Grenzerhäus´chen und wieder Richtung Srebrenica. Unsere Nachtstätte schlugen wir in einem Feldweg etwas abseits der Landstraße auf, zischten ein Bier und schliefen bald. (mehr…)

Balkan: CL- und EL-Quali (Teil I)

Spiel: FK Partizan – Buducnost Podgorica

Wie jedes Jahr sorgten die Qualifikationen für die Champions League und den UEFA-Cup für interessante Duelle, vor allem auf dem Balkan. Mit der ersten Auslosung begann gleich das Spekulieren, Hoffen und Bangen, dass es auch zu den gewünschten Partien kommen würde. Das virtuelle Postfach erwachte folgerichtig aus der Sommerstarre und die ersten Pläne wurden geschmiedet. Da passte es ganz gut, dass der Club eine Woche vor anvisierten Start der Tour zum Trainingslager nach Südtirol lud und dort von Donnerstag bis Sonntag weiter über die Ziele philosophiert werden konnte. Es kristallisierten sich schnell zwei Gruppen heraus. Einmal die zweiwöchige Variante mit Flieger und Mietkarre und der zweiten, zu der ich mich zählte, die einwöchige Sparvariante mit Camping-Bus, wenig Zeit und viel zu viel Programm. Die Woche zwischen Trainingslager und Abfahrt verging wie im Fluge und nach dem am Samstag dem 91,4-Open-Air in der Hauptstadt beigewohnt wurde, konnte die Reise am Sonntagmorgen beginnen. (mehr…)



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